Yinsight – wie ich auf den Yogaweg kam :)

Eigentlich fand ich Yoga unheimlich doof. Das Auf-der-Matte-Rumbewegen, die ständigen Korrekturen und dann noch die aufgemotzten schicken Yogins in ihren engen und teuren Yogaklamotten mit viel Schmuck waren mir einfach nur suspekt.

Ich fand das damals alles nur merkwürdig und es passte irgendwie für mich nicht zu dem Bild der inneren Arbeit und Einkehr. Auch das ganze heilige indische Drumherum ging mir irgendwie auf die Nerven, obwohl ich damals Indische Religion, Sanskrit und Hindi studierte.

Ich glaube vielleicht war das OM einfach nicht so meins.

Und ich muss immer wieder grinsen, wenn ich mich an diese Anfangserfahrungen erinnere – denn heute verbringe ich mehr Zeit auf der Matte als auf dem Sofa. (Noch dazu besitze ich gar kein Sofa und liebe es meine freie Zeit auf dem Boden zu verbringen.)

Ich muss zugeben, dass es mir am Anfang unglaublich peinlich war davon zu erzählen, gerade dann, wenn mich jemand nach meinem tollen Yogaweg fragte. Und auch heute noch fühle ich mich gar nicht wie eine richtige Yogini. Wenn mich jemand fragt, sage ich immer noch, dass ich ja Yin Yoga mache. Und irgendwie fühlt sich Yin Yoga auch ganz anders an als klassisches Yoga, für mich zu mindestens.

Na ja und eigentlich, muss ich zugeben, komme ich ja ursprünglich aus dem Qi Gong, wo wir in schlichten Schlabberklamotten in die stille Bewegung gehen, Wolken schieben, den Tiger beim Schwanz packen oder den Kranich seine Flügel entfalten lassen. 😉

Aber dennoch hat meine ganze Bewegungsgeschichte mit dem Hatha Yoga beim Hochschulsport damals Ende der 90er Jahr angefangen. Und ich muss zugeben, dass ich den Kurs nach 3 Mal abgebrochen habe – irgendwie war das alles nichts für mich. Und das Hineinpressen der Lehrerin in die Haltungen fand ich damals einfach nur furchtbar.

Da war mein Dilemma geboren, denn ich wollte mich unbedingt bewegen. Zum Glück entdeckte ich wenig später das Qi Gong für mich, welches bis heute noch eines meiner großen Schätze ist.

Und dann ganz unerwartet auf einer winzigen indonesischen Insel (Ich glaube es war auf Gili – Air.) erzählte mir eine Holländerin von dem unglaublichen Yoga, was ich doch unbedingt probieren sollte. Na meine Antwort – kannst Du Dir bestimmt vorstellen – nein danke, dass muss nicht sein.

Ich habe ihr von meinem Qi Gong erzählt und dann war sie total begeistert und meinte, dass ich gerade deswegen Yin Yoga probieren sollte. Ich verstand gar nix mehr und stand irgendwie auf dem Schlauch.

Und als sie mir dann erzählte, dass dieses Yoga ganz viel mit der Chinesischen Medizin zu tuen habe – da spitzten sich sogleich meine Ohren. Ach ja, das habe ich noch nicht erwähnt, ich bin nämlich eine große TCM Liebhaberin.

Und schwuppdiwupp auf Bali angekommen, ging es gleich zum Yoga Barn und rein in den nächsten Yin Yoga Kurs.

Ja und dann ging meine Reise in die Yin Yogawelt so richtig los – ich habe gelitten in jeder einzelnen Haltung – 3-5 Minuten still ausharren und dann noch in der Dehnung entspannen – das war harte Arbeit für mich.

Und was soll ich Dir sagen – das Ende war „total bliss“. Es war wie Schweben, die totale Entspannung und das pure Paradies für meinen gestressten Körper.

Es war wirklich verrückt, ich war wie unter Droge – habe mir jeden Tag einen Kurs gebucht, fleissig weiter gelitten 😉 und natürlich im Paradies entspannt. Es war unglaublich, ich hatte wirklich das Gefühl endlich in meinem Körper anzukommen.

Ja und dann ein paar Jahre später wollte ich dann noch mehr. Hatte gleich mein erstes Teacher Training mit Paul Grilley gebucht, dann ging es zu Sarah Powers und ich bin sogar bis nach Vancouver zu Bernie Clark gereist. Wahnsinn oder?

Ich wurde die totale Yin Yoga Fanin (Gibts da eigentlich im Deutschen ne feminine Form, na egal.)

Und was soll ich sagen, ich habe es mir damals nie erträumen lassen – ich der totale Bewegungsmuffel bin jetzt als Yogalehrerin und Körpertherapeutin tätig. Also da muss ich wirklich beim Schreiben übers ganze Gesicht grinsen.

Wie Du siehst alles andere als gewöhnlich 😉

Ach ja und jetzt fliesst all meine Erfahrung und Wissen als Therapeutin, Heilpraktikerin und Yogalehrerin in unser nächstes Teacher Training mit meiner Kollegin Sunita Ehlers ein.

Wenn Du mehr wissen möchtest, klick gern hier.

Da geht es nicht nur um Yin Yoga und Achtsamkeit sondern, um die wichtigen Themen: Trauma, Vegetatives Nervensystem, Chronische Schmerzen und Selbstpflege.

Hast Du auch so einen verrückten Yogaweg hinter Dir? Erzähl gern mal.

Sonnige Bewegungsgrüße von meiner Yin Yogaseele 🙂

Rabea

Veröffentlicht von QiYinFusion

For more than 24 years, Rabea has been following her passion for studying the mind-body connections. Since 2009, she has been working as a certified CAM practitioner and teaching Qi Gong (since 2006) and Yoga (since 2015) worldwide in countries like Germany, Cambodia, Thailand, Taiwan, and Spain. She studied Yin Yoga with well-known teachers like Sarah Powers (USA), Paul Grilley (USA) and Bernie Clark (Canada) and has completed her 380 hours of certified teacher training courses. Rabea also has a background in Traditional Chinese Medicine and Japanese Acupuncture which she studied for 3 years during her training as a CAM Practitioner. She teaches, what she calls QiYinFusion, a combination of Yin Yoga, Qigong, mindful movement, deep breath work, somatic awareness and also includes approaches like Traditional Chinese Medicine, Polyvagal Theory, Gestalt therapy and Somatic Experiencing in her work as a teacher and therapist. Rabea deeply believes that through mindfulness movement, visualization, breathwork, and meditation - we can not only approach and activate the parasympathetic nervous system which plays a key role in healing and convalescence but also effectively stimulate the body’s subtle energy system (the meridians of the body), activate our muscles to build up new strength and stretch the body’s connective tissue to gain more physical flexibility and release physical tension, pain and old trauma. The intention of her work is to build self-awareness and resilience in her clients and students and to nurture and teach effective tools for self-regulation so that they can feel safe and at home in their bodies again.

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